Besuch daheim: Ein Blick auf meine ganz persönlichen 12 Quadratmeter

Fotografin Rhianna berührt von ihrem Hochbett aus die Zimmerdecke.

Besuch daheim: Ein Blick auf meine ganz persönlichen 12 Quadratmeter

Dies ist ganz offiziell die kleinste Wohnung, die wir je besucht haben. Komm rein und entdecke, wie es sich in einer Mikrowohnung in der Stadtmitte lebt.

Platz für alles, was ich brauche.

„Wenn ich Menschen erzähle, dass ich auf nur 12m² lebe, flippen die meistens aus. Aber ich hab hier alles, was ich zum Leben brauche!”, sagt die australische Fotografin Rhianna, die es vor zwei Jahren der Arbeit wegen nach Mailand verschlug. Vorher hatte sie in einer Fünf-Zimmer-Wohnung gelebt. „Das Leben in einer kleinen Wohnung ist viel nachhaltiger. Du brauchst weniger, kaufst weniger und lebst viel bewusster.”

„Die Idee, dass mein ganzes Leben in einen Koffer passen könnte, hat mir immer gefallen. Minimalistisch zu leben ist für mich eine Entscheidung und nicht durch meine Wohnumstände bedingt.”

Rhianna

„Ein beengtes Wohnumfeld sorgt dafür, dass man Dinge einfach anders macht. Ich zum Beispiel unterteile den Raum in verschiedene Zonen. So fühlt sich mein Bett wie ein separates Zimmer an.”

Rhianna

Kleine Siege

Als Rhianna begann, Abläufe auf ihre kleinere Wohnung abzustimmen, entdeckte sie, dass die geringe Grösse ihrer Unterkunft Dinge auch erleichterte: „Die Hälfte der Woche wohnt auch mein Freund hier und wir kochen gern zusammen. Das bedeutet z. B. deutlich weniger Stress als du vielleicht annimmst, weil alles direkt auf Armeslänge erreichbar ist. Und auch das Putzen ist einfacher – in zwei Stunden ist die Wohnung von oben bis unten fertig. Ziemlich cool, oder?”

„Niemand von uns braucht Wohnungen in der Grösse, an die wir uns gewöhnt haben. Hier habe ich alles, was ich brauche, und bin immer sofort da, wo ich sein will.”

Rhianna

Offene oder geschlossene Aufbewahrung

Für ein besseres Gleichgewicht nutzt Rhianna in ihrer Wohnung eine Mischung aus offener und geschlossener Aufbewahrung. Hochglanzschränke verbergen Unordnung, reflektieren das Licht und lassen so ein Gefühl von Leichtigkeit entstehen. Arbeitsplatten und Regale hingegen ermöglichen es ihr, ihre Persönlichkeit zu zeigen – von Fotos und Postkarten bis hin zu bunten Küchenutensilien.

Flexible Arbeitsweise

Clever zu arbeiten wird Rhianna durch die Prinzipien der digitalen Nomaden möglich. „In einer Stadt auf wenig Raum zu leben, ist sinnvoll. Es gibt hier so viele Orte, an denen ich gemeinsam mit anderen arbeiten oder Zeit verbringen kann. Digitales Arbeiten bedeutet, dass alles tragbar sein muss. So kann ich neben meinem Schreibtisch (der auch als Esstisch dient) auch auf meinem Tagesbett oder an jedem Tag in einem anderen Café in der Stadt arbeiten.”

„Ich bin immer auf der Suche nach Neuem, nach Abenteuer. Dazu gehört, dass ich mich sehr schnell an einem neuen Ort zu Hause fühle. Manchmal fühle ich mich sogar nach zwei Tagen in einer Jugendherberge schon dort zu Hause!”

Rhianna

Platz zum Abschalten

„Ich nutze unterschiedliche Möglichkeiten, eine Pause von der digitalen Welt einzulegen, auch wenn ich als Selbstständige natürlich immer über das nächste Projekt nachdenke. Ich verbringe z. B. sehr gerne Zeit auf meinem kleinen Balkon und lese etwas. Computer und Telefon lasse ich dann drinnen. An anderen Tagen gehen mein Freund und ich auch schon mal aus, um vor dem Abendessen noch einen Snack zu essen oder einen Aperitif zu geniessen.”

Städtische Umgebung mit geparkten Autos und Fahrrädern, an einer Wand ist Graffitti zu sehen.

Urbane Nachbarschaft

Rhianna verliebte sich in Mailand, als sie hier als Austauschstudentin Zeit verbrachte. Und so führte sie ihr Weg sechs Jahre später hierher zurück. „Nach meinem Umzug lebte ich zunächst in Airbnbs, bei Freunden oder in Ferienwohnungen, bevor ich diese Wohnung hier fand. Ich liebe es hier – in Mailand lässt es sich unheimlich gut leben.”

„Das ist jetzt mein Zuhause und damit bin ich sehr glücklich.”

Rhianna

Mach die Videoführung mit

Entdecke in unserem Video, wie Rhianna ihre winzige Wohnung in unterschiedliche Bereiche unterteilt hat.

Ein Grundriss von Rhiannas winziger Wohnung

Mehr für weniger

Ganze 12 Quadratmeter misst Rhiannas Wohnung, die jeden Kubikmeter geschickt nutzt: Unter dem Hochbett befindet sich z. B. ihr Arbeits- und Essbereich und eine Wand mit Aufbewahrungen. „Sehr interessant fand ich eine aktuelle Studie, bei der Wärmesuchkameras über den Häusern von Menschen deren Bewegungen in ihrem Wohnraum aufzeichneten”, sagt Rhianna. „Wie sich dabei herausstellte, nutzen wir nur einen Bruchteil des uns zur Verfügung stehenden Raumes!”

Wir finden es klasse, wie kreativ unsere Kunden unsere Produkte einsetzen. Der Fantasie sind (fast) keine Grenzen gesetzt! Beachte jedoch, dass die IKEA Garantie und das Rückgaberecht für IKEA Produkte erlöschen, wenn diese so verändert wurden, dass sie nicht mehr wiederverkauft oder für ihren ursprünglichen Verwendungszweck genutzt werden können.

Inneneinrichtung: Ashlyn Gibson
Fotografie: Benjamin Edwards
Folge Rhianna auf Instagram @rhiannamay_