Unser Expertenaustausch über den Life at Home Report

Eine Collage von 6 Porträtfotos

Unser Expertenaustausch über den Life at Home Report

Du wüsstest gern, was Experten über das Thema „Leben jenseits der vier Wände“ des neuesten „Life at Home“-Reports zu sagen hatten? Hier kannst du es herausfinden!

Schwarz-Weiss-Foto eines Stadthauses

Jenseits dieser vier Wände

Dieses Stadthaus im Süden von London war Ort der Begegnung für schlaue Köpfe aus aller Welt. Nach Veröffentlichung des jährlichen „Life at Home“-Reports öffneten sich zum ersten Mal die Türen zum IKEA Open House für eine Gruppe handverlesener „Wohnexperten“. Im Rahmen eines zweitägigen Workshops wollten sie die Bedeutung des Zuhauses erkunden. Und als sie alle sich dazu äusserten, hörten wir ganz genau zu.

„Beim Open House ging es um Zusammenarbeit. IKEA kennt nicht alle Antworten – an diesen zwei Tagen ging es daher darum, das auseinanderzunehmen, was wir zu wissen glaubten, und zu gemeinsamen Erkenntnissen zu gelangen.“

Katie McCrory, Open House Facilitator und IKEA Kommunikationsspezialistin
Ein Foto von Paola Maugeri.

Djane, Rockjournalistin und Zero-Impact-Guru

Das ist Paola Maugeri (hier bei einem IKEA Mailand Takeover an ihrem 50. Geburtstag). „In unserer digitalen Zeit brauchen die Menschen unbedingt analoge Bindungen. Ich habe viele Rockstars interviewt und sie alle sprechen über Menschlichkeit und unseren Planeten. Ich möchte mehr Empathie empfinden. Das hat mich inspiriert und daher haben meine Familie und ich ein Jahr ohne Elektrizität, Licht und Kühlschrank gelebt.“

Ein Foto von Carl Anka.

Millennial, Selbstständiger und Kampagnenmanager

Für Carl Anka ist der digitale Raum der Ort, an dem er sich am meisten zu Hause fühlt. „Ich nutze dafür den Begriff ,Vergänglichkeit‘“, sagt er. „Als 27-Jähriger in London ringe ich damit, ein Gefühl von Dauerhaftigkeit zu erreichen. Ich werde mir nie ein eigenes Zuhause leisten können und habe noch nie länger als sechs Monate an einem Arbeitsplatz verbracht. Ich hotdeske. WhatsApp ist mein Wohnzimmer – mein dauerhaftes Fundament.“

„Wir gehen nicht mehr in die Kirche. Also ersetzten wir sie durch Fussballstadien. Aber jetzt, wo Fussball auch zu teuer wird, wo finden wir Orte, an denen wir uns ausserhalb der vier Wände zu Hause fühlen können?“

Carl Anka
Ein Foto von Hannah Trickett.

Die skandinavische Inneneinrichterin und Heimbloggerin

Für Hannah Trickett haben ihre vier Wände eine tiefere persönliche Bedeutung, als für viele andere Menschen: „Ich begann nach acht Hirn-OPs von zu Hause aus über Inneneinrichtung zu schreiben, denn hier spielte sich mein Leben ab“, erinnert sie sich. „Mein Schwerpunkt war umsichtiger Konsum – denn in den Objekten, mit denen wir uns umgeben, suchen wir nach Bedeutung, Verbindung und Authentizität.“

Ein Foto von Manya Koetse.

Beobachterin sozialer Trends in China und Japan

„In den frühen 1980er-Jahren fand eine unglaubliche Veränderung statt“, sagt Manya Koetse, die die sich unglaublich schnell verändernde Gesellschaft Chinas im Auge behält. „Aus verschlafenen Fischerdörfern wurden Wirtschaftszentren. Menschen, die nur zeitweise in der Stadt leben, wohnen nun in Bunkern unter der Erde. Aber kann ein Bombenbunker wirklich ein Zuhause sein? Dieses Gefühl des Nicht-zu-Hause-Seins zieht Menschen auf der Suche nach Gesellschaft in öffentliche Räume.“

„Die 250 Millionen starke „Wanderbevölkerung“ in China beansprucht öffentliche Räume als privat, z. B. in IKEA Einrichtungshäusern, in Restaurants oder auf der Strasse. Für sie entfernt sich das Konzept von Zuhause immer mehr von den eigenen vier Wänden weg.“

Manya Koetse
Ein Foto von Patrice Poltzer

Contentmanagerin, CityKin-Gründerin und Mutter

Vom anderen Ende der Welt aus denkt Patrice Poltzer über das Leben in der Stadt nach: „Es herrscht Spannung zwischen dem Orten. Familien geben ihr Leben in Vororten für ein paar Quadratmeter in New York City auf“, sagt sie. „Ich liebe es, meine Kinder einen halben Block weit zur Schule zu begleiten, und dass sie so unterschiedlichen Kulturen ausgesetzt sind. Wir können keine Weltbürger sein, wenn wir auf unsere eigenen vier Wände beschränkt sind.“

Ein Foto von Kilian Kleinschmidt.

Der Menschenfreund und ehemalige Flüchtlingslagerleiter

Nicht jede Art der Migration, sagt Kilian Kleinschmidt, ist eine ‚Migration aus freien Stücken’. „Ich arbeite mit Flüchtlingen und verzweifelten Migranten, die durch Kriege und Naturkatastrophen gezwungen sind, ihr Zuhause zu verlassen“, sagt er. „Ihnen vorzuschreiben, was sie wollen, ist falsch – in Siedlungslagern wird Würde durch selbstbestimmte Entscheidungen wiedergewonnen. Ich habe schon gesehen, wie plötzlich Einrichtungsläden entstanden und Menschen selbst Hilfsmittel verkauften, um sich Gegenstände leisten zu können, die sie in ihrer Identität bestärken.“

„Was das Zu-Hause-sein-Gefühl eigentlich ausmacht, ist die Fähigkeit, eine Wahl zu treffen. Als wir in einem Lager mit 100.000 Flüchtlingen in Jordanien Zelte in Reihen aufstellten, rissen die Bewohner sie ab und bauten sie in einer Anordnung nach ihren Vorstellungen wieder auf.“

Kilian Kleinschmidt

Entdecke jetzt online den aktuellen „Life at Home“-Report.